D1: das “innere Spiel” – Pep Guardiola läßt grüßen.

#nurdertus; #das innerespiel; #redwhitepride;

Ganz schön groß, so ein D-Jugend-Feld. Ganz schön lang, 2 x 30 Minuten. Ganz schön anstrengend, gegen eine komplett ältere Mannschaft zu spielen. Und ganz schön klasse, trotzdem alles zu geben, nie aufzustecken und sein eigenes Spiel zu spielen, sowie den Gegner dabei an den Rand der Niederlage zu bringen. Aber fangen wir von vorn an.

Bei ungemütlichem, nieseligem Wetter trat unsere neu formierte D1 am Samstagmorgen zum allerersten Spiel der Meisterschaftsrunde in Hundsmühlen bei der JSG Wardenburg an. Mit 40-minütiger Verspätung – der Schiri war nicht angetreten und ein Ersatzschiri musste erst noch gefunden werden – konnte es los gehen. Die Coaches Ritter und Wild gaben wie immer vor, das “innere Spiel” zu spielen. Frei nach Pep Guardiola sollte nicht das Ergebnis zählen, sondern die Umsetzung der selbst gesteckten Ziele. Heute war dies das richtige Verhalten in der Nutzung des Raumes, insbesondere der Aussenspieler mit Schwerpunkt des Spielaufbaus über die Flügel. Das klappte bereits sehr viel besser als in den bisherigen Testspielen bzw. Turnieren. Teilweise konnten die mitgereisten Eltern sehr schöne Kombinationen sowie Spielverlagerungen in hohem Tempo beklatschen. Vor der Box wurde es dann aber wegen des agilen Gegners doch regelmässig sehr eng, weshalb viele Situationen hier ihr Ende fanden. In Halbzeit 1 ging es zudem hoch her, da ein zum Strafstoss für den TUS führendes Foul vom Gegner lautstark als “Schwalbe” bezeichnet wurde. Infolgedessen kochten die Emotionen hoch, was zu der einen oder anderen nicht besonders sportlichen Aktion führte. Ein weiterer klarer Strafstoss wurde unseren Jungs sodann vom etwas unsicher werdenden Schiedsrichter verweigert, was sicher der Hektik geschuldet war. Einem 13jährigen Schiedsrichter, der noch nie ein D-Jugendspiel gepfiffen hat und spontan einsprang, kann man an dieser Stelle keinen Vorwurf machen. Ob das Verhalten einiger Wardenburger Eltern, die auf dem Feld heftig auf den Schiedsrichter und auf die Heidkruger Spieler einredeten, korrekt war, lassen wir an dieser Stelle mal unkommentiert. Beim Stand von 1:2 für den TUS ging es jedenfalls in die Pause. Hier hatten die Trainer alle Hände voll zu tun, wieder Ruhe in die Mannschaft zu bringen, zu aufgeregt waren die Bordeaux-Roten ob der Ungerechtigkeiten. In Halbzeit 2 beruhigten sich die Gemüter wieder ein bisschen, der Kampf ging jedoch unverdrossen auf sportlicher Ebene weiter. Es ergab sich ein munterer Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. Der körperlichen Überlegenheit der Wardenburger geschuldet war dann vielleicht die eine oder andere Unkonzentriertheit bei den Bäke-Kickern, was die JSG nutzte, um den Spielstand auf ein komfortabel erscheinendes 4:2 auszubauen. Besonders im zentralen Mittelfeld fehlte unseren Kickern die Kraft, um nach Ballverlusten ausreichend nach hinten mitzuarbeiten, wodurch sich dem Gegner attraktive Räume eröffneten. 2 Minuten vor Schluss gelang unseren Jungs jedoch der Anschlusstreffer, was noch einmal alle Reserven aus den morgendlichen Pfannkuchen, Bananen und Puddings mobilisierte. 2 Minuten unglaubliches Powerplay führten fast noch zum Ausgleich. So endete das erste Spiel der D1 auf 9er-Feld mit einer knappen Niederlage und vielen guten Erkenntnissen. Aber: da die Heidkruger Jungs immer das “innere Spiel” spielen und dieses am Samstagmorgen in Hundsmühlen hervorragend getan haben, sind sie als Sieger nach Hause gefahren.

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